Literatur Anfang Bedienung Inhalt Folgende Letzte Die visuelle Wahrnehmung
--Wahrnehmung von Bewegung
----Stroboskopische Bewegung, S.1/3




Läßt man an einer Position A im Sichtbereich eines Beobachters einen Lichtpunkt aufblitzen und kurze Zeit später an einer anderen Position B einen weiteren, hat man den Eindruck, daß sich ein Lichtpunkt von A nach B bewegt hat.

Diese Illusion von Bewegung ändert ihre Qualität in Abhängigkeit vom Abstand der Lichtpunkte und vom Zeitintervall zwischen dem Aufblitzen der Lichtpunkte (siehe Abbildung).

Bei einem Intervall von bis zu 30 msec sieht man das gleichzeitige Aufblitzen zweier Lichpunkte statt einer Bewegung. Liegt das Intervall zwischen 30 und 60 msec nimmt man eine partielle Bewegung wahr. Bei etwa 60 msec entsteht der Eindruck einer optimalen, kontinuierlichen Bewegung. Intervalle von 60 bis 200 msec liefern das Erlebnis einer Phi-Bewegung: Man hat den Eindruck, ein Lichtpunkt habe sich von Position A nach Position B bewegt, obwohl man kaum eine Bewegung auf der Wegstrecke zwischen A und B wahrnimmt. Wird das Zeitintervall größer als etwa 200 bis 400 msec, verschwindet der Bewegungseindruck, und man nimmt ein sukzessives An- und Abschalten zweier Lichter wahr. [Beispiel]

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